Es ist tatsächlich Herbst geworden. Kalt und naß und die Nase läuft. Aus letzterem Grund wollte ich für den Bundesstart des neuen Spielberg Films ausnahmsweise mal nicht bis Bückeburg fahren und mich dort in den - es hilft ja nichts ;-) - verräucherten Saal setzen. So stand ich also um 15.00 Uhr in der Schlange um mir Karten für die Abendvorstellung zu reservieren. Der Chef persönlich stand an der Kasse und überreichte mir die Tickets bei deren Preis von 8 Euro (ACHT!) ich doch schlucken mußte - 32 DM um zu zweit ins Kino zu gehen? Kaltmiete ohne Getränke? Da kaufe ich mir doch wirklich lieber die DVD ... wo leben wir denn?! Zum Inhalt ...Detective John Anderton (Tom Cruise) ist der leitende Ermittler bei Precrime, einer Polizeiorganisation, welche mit Hilfe von sogenannten "Precogs" Morde erkennen können, bevor sie begangen werden. Die seherischen Fähigkeiten der Precognitiven erlauben es, bis zu vier Tage im voraus einen Mord zu verhindern. Seit der Einführung von Precrime in Washington ist die Mordrate auf Null gesunken. Das System ist fehlerlos und Anderton ist vollends von dessen Sicherheit überzeugt.
Hmm ...Seit ich das erste Mal den Trailer vorgeführt bekam, war ich versessen darauf, diesen Film schnellstmöglich zu sehen. Dort wurden prächtige Bauten á la "Bladerunner" präsentiert, heftige Action und futuristische Ausrüstungen. Und so ähnlich fing Spielbergs 2 1/2 Stunden Werk dann auch an. Zumindest futuristisch. Die Bauten und Werbebanner sind tatsächlich aus Bladerunner entliehen, die Einsatzfahrzeuge der Polizei scheinen die Vorserienmodelle von Boba Fetts Raumgleiter zu sein, die Autos sehen aus wie die Motorräder in denen Bruce Boxleitner und Jeff Bridges 1982 durch einen Computer rasten, kleine Aufklärungsspinnen in Chrom aus "Runaway" und die Geschichte aus Jugde Dredd garniert mit einigen Effekten aus der Matrix. All das - und noch etliche kleine Gimmicks am Rande - montiert Spielberg zu einer durchaus spannenden Geschichte.
Ja, "Minority Report" ist ein guter Film mit einer interessanten Geschichte und gelungener Umsetzung (gut geklaut ist immer noch besser als schlecht selbst ausgedacht ;-), aber das Product-Placement Wunderwerk von Nokia, GAP, Bulgari und Lexus ist weit entfernt von der Offenbarung, die ich mir erhofft habe! |